Kommentar
Argentinien: Minister Massa besiegt die „Kettensäge“
Der im ersten Wahlgang der argentinischen Präsidentschaftswahl siegreiche peronistische Wirtschaftsminister und Kandidat der Unión por la Patria, Sergio Massa, unter seinen Anhängern am Wahlabend Foto: AFP/Juan Mabromata
„Massazo“, schrieb die in Buenos Aires erscheinende Tageszeitung Página/12 am Montag nach den argentinischen Präsidentschaftswahlen und spielte dabei auf das Wort „Golazo“ für ein besonders spektakuläres Tor beim Fußball an. Zwar hat sich kein Kandidat im ersten Wahlgang entscheidend durchsetzen können, sodass eine Stichwahl am 19. November nötig ist. Dennoch hat Wirtschaftsminister Sergio Massa vom peronistisch dominierten Mitte-links-Regierungsbündnis Unión por la Patria mit 36,7 Prozent der Wählerstimmen für einen überraschend deutlichen Sieg gesorgt und sich daher die Nachsilbe „azo“ verdient.