Editorial
Als schlechtes Wetter und Treibstoffmangel zu 70.000 Toten führten: Die fragile Stabilität der Atomwaffen
Das Friedensdenkmal in Nagasaki Foto: AFP/Jiji Press
Es war 11.01 Uhr am 9. August 1945, als der 25-jährige Pilot Charles W. Sweeney in seinem B-29-Bomber „Bockscar“ die Stadt Nagasaki durch eine Wolkenlücke unter sich sah und sich dazu entschloss, „Fat Man“ abzuwerfen. Um 11.02 Uhr, nach 47 Sekunden freiem Fall, detonierte die 4,7 Tonnen schwere Plutoniumbombe in einer Höhe von rund 500 Metern. Die Bombe hatte die Sprengkraft von 22.000 Tonnen TNT, riss bis zu 35.000 Menschen direkt in den Tod, ebenso viele starben bis Ende 1945 an den direkten Folgen der Atombombe.