Naturverwaltung
Zwei Wölfinnen sorgen im Großherzogtum für Aufsehen
Nachdem es in den vergangenen Monaten zu zwei Vorfällen von gerissenen Schafen im Ösling kam, ist nun bestätigt: Die beiden Übeltäter waren Wölfinnen.
Zwei Wölfinnen sind für die gerissenen Schafe im Ösling verantwortlich Foto: dpa/Christian Charisius
Der böse Wolf und die Schafe. Fast. Die bösen Wölfinnen trifft es eher. Nach dem Vorfall Ende Februar im Raum Wintger, als fünf Schafe gerissen wurden, ist nun klar: Es war ein Weibchen – 2025 bereits in Thüringen und Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Das geht aus der Pressemitteilung der Naturverwaltung in Luxemburg hervor. Kurze Zeit danach taucht in Heinerscheid ein weiteres Wolfsweibchen auf, das ebenfalls Schafe gerissen hat. Das Tier stammt aus dem Rudel Nordeifel-Belgien und ist teils auf deutschem Staatsgebiet, teils im belgischen Hohen Fenn aktiv, so die Naturverwaltung. Derzeit ist nicht bekannt, ob die Tiere sich in Luxemburg aufhalten oder weitergezogen sind.
Dass Wölfe hierzulande umherziehen, ist nicht neu. Denn seit 2017 gibt es immer wieder bestätigte Fälle von Einzelwölfen, nie im Rudel, in Luxemburg. Die Naturverwaltung informiert ebenfalls über die Verhaltensmuster von Wölfen. In der Regel besteht keine Gefahr für Menschen, da Wölfe den direkten Kontakt eher meiden. Sollte es dennoch zu einer Begegnung kommen, stellt die Naturverwaltung online Informationen bereit. Für eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema steht auch der Aktionsplan Wolf zur Verfügung.
Wer weitere Hinweise bezüglich der Anwesenheit der Wölfe hat, den bittet die Naturverwaltung, sich umgehend zu melden: wolf@anf.etat.lu.