Übergriffige Briefe
Wirre Corona-Mails an Schulen: „Fast alle haben sich im Ton vergriffen“
Regelmäßig haben Luxemburger Schulen während der Pandemie sogenannte Drohbriefe beziehungsweise Briefe und E-Mails erhalten, in denen Personen die Hygienemaßnahmen stark kritisieren. Zwei Lyzeen konnten dem Tageblatt die Existenz solcher Mails bestätigen. Meist ging es um Verschwörungstheorien beziehungsweise wirres Zeug. Ernsthaft bedrohlich sei kein Brief gewesen.
Es sind vor allem E-Mails und es gibt eine gewisse Regelmäßigkeit: Schulen und Direktionen werden mit wirren Theorien und abstrakten Hinweisen konfrontiert Foto: Kay Nietfeld/dpa
Sowohl die Staatsanwaltschaft in Luxemburg-Stadt als auch jene in Diekirch sei über die Existenz sogenannter Drohbriefe beziehungsweise Briefe und E-Mails informiert worden, in denen sich Personen abfällig über die sanitären Maßnahmen an den Schulen äußerten. Dies bestätigt Henri Eippers, Pressesprecher der Justiz, auf Tageblatt-Nachfrage. Er betont allerdings: „In beiden Fällen handelt es sich nicht um eine Anzeige, sondern lediglich um Informationen, die an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet wurden.“ Welche Schulen betroffen sind oder was genau Bestandteil dieser Briefe ist, wollte Eippers dem Tageblatt nicht mitteilen.