Kleines Missgeschick

Wieso Petingen an Käerjeng eine halbe Straßenseite abtritt

Beim Tausch von Gemeindeflächen im Dezember 2024 ist den Verantwortlichen ein kleiner Fehler unterlaufen. Um den zu berichtigen, muss nun ein Gesetz gestimmt werden.

Grenze zwischen Petingen und Gemeinde Käerjeng auf Straßenbelag sichtbar, Ortsteilgrenze in Luxemburg deutlich markiert

Die linke Hälfte des Straßenbelags gehört Petingen, alles andere zählt zur Gemeinde Käerjeng Foto: Julien Garroy/Tageblatt

Eigentlich ging man in Petingen und Käerjeng davon aus, dass die Situation in der rue des Ateliers endlich geklärt sei. Schließlich wurde dort im Dezember 2024 die Gemeindegrenze neu festgelegt. Nun stellte sich jedoch heraus, dass entweder den Vermessungsingenieuren oder dem Notar bei dem betreffenden Rechtsakt ein Fehler unterlaufen ist.

Dreht man die Zeit zwei Jahre zurück, verlief die Gemeindegrenze mitten durch die Straße. Wer rechts aus dem Fenster winkte, wohnte in Käerjeng. Wer links den Müll rausbrachte, war schon in Petingen. Ein einziger Schritt über die Straßenmitte – und man brauchte theoretisch eine neue Gemeindeverwaltung. Und da Käerjeng zum Kanton Capellen und Petingen zum Kanton Esch gehört, wohnten die Einwohner der Straße noch nicht mal im gleichen Kanton. „Es war verwirrend für Behörden und Anwohner“, erinnert sich der Petinger Bürgermeister Jean-Marie Halsdorf. In den Augen beider Gemeinden war die Situation schlichtweg unsinnig.

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