Düdelingen

Wie ein homophober Angriff vor zwei Jahren Yannick Schumacher bis heute prägt

„Steck’ dir einen Pfahl in den Arsch“ – mit diesen Worten beschimpfte im Juni 2023 ein Mann Yannick Schumacher unvermittelt bei einem Festivalbesuch in Düdelingen. Nicht nur die Beleidigung, auch die Reaktion eines Polizisten hinterließ Spuren. Das zeigt das Gespräch mit dem 38-Jährigen zwei Jahre nach dem Vorfall.

Beschimpfungen wegen seiner Sexualität sind für Yannick Schumacher Alltag

Beschimpfungen wegen seiner Sexualität sind für Yannick Schumacher Alltag Foto: Editpress/Alain Rischard

„Mein Leben lang werde ich beleidigt, Schwuchtel oder Ähnliches genannt. Doch dieses Mal bat ich um Hilfe, bekam allerdings keine. Das hat mir einen Knacks gegeben“, erzählt Yannick Schumacher bei einem Gespräch in einer Brasserie in Düdelingen. Nur wenige Hundert Meter entfernt wurde er zwei Jahre zuvor auf dem Musikfestival „Usina“ verbal attackiert. „Stiech dir e Poul an den Aarsch“, rief an dem Abend ein betrunkener Mann ihm unter anderem unvermittelt zu, als der heute 38-Jährige sich etwas zu essen holen wollte. Solche Beleidigungen gehören seit dem Outing des Düdelingers mit 15 Jahren zu seinem Alltag dazu – wie er dem Tageblatt im Juni 2023 nach dem Vorfall berichtete.

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