Homophobie
Yannick Schumacher berichtet von Angriff in Düdelingen – und der „Angst, dass niemand einem Schwulen helfen will“
Seit Donnerstag läuft in Luxemburg das Programm zur Pride Week, bevor die Woche am Montag dann ganz offiziell startet. Warum solche Sensibilisierungstage rund um die Erfahrungen von Menschen aus der LGBTIQ+ („Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex and Queer“)-Community notwendig sind, zeigt das Gespräch mit Yannick Schumacher. Auf einem Musikfestival in Düdelingen wurde er kürzlich Opfer eines homophoben Angriffs.
Nägel in Pastellfarben und ein gemustertes Hemd: Yannick Schumacher hebt sich gerne von der Masse ab – was längst nicht allen gefällt Foto: Editpress/Hervé Montaigu
„Ich war auf einem Festival in Düdelingen und bis zu dem Moment war es ein cooler Tag. An einem Stand wollte ich mir nur etwas zu essen holen. Und dann legte dieser Mann mit den Beleidigungen los“, beginnt Yannick Schumacher seine Erzählung auf der Terrasse eines Cafés in Luxemburg-Stadt. Und erzählt, mehr als drei Wochen nach den Geschehnissen auf der Veranstaltung in Düdelingen, dass er auf diese Provokation zunächst kaum reagierte. Denn an solche Situationen ist er schon fast gewohnt, wie der 36-Jährige erzählt. Im Alter von 15 Jahren hat er sich geoutet.