Fouhren
Vom Garagenbier zur Mikrobrauerei: Die Geschichte der Hinkelsbaacher Brauerei
Niemand vermutet eine Brauerei in der Wohngegend in der Ortschaft Fouhren – wären da nicht das Schild auf dem Bürgersteig und die Front einer Garage, die eher nach Gastronomie als nach Abstellplatz für Autos aussieht. Die „Hinkelsbaacher Brauerei“ genießt nicht nur bescheidene Berühmtheit unter Einheimischen. Sogar australische oder US-amerikanische Touristen haben die Biere schon probiert.
Ein Autodidakt braut das Bier in der Hinkelsbaacher Brauerei in Fouhren, einem Ortsteil von Tandel Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Sascha Berlo (54) öffnet die Tür seiner ehemaligen Garage und bittet herein. Das heutige, kleine Bistro-Café ist Teil des „Brauereisgaart“, dem Biergarten hinter dem Haus, den er bei gutem Wetter an jedem ersten Wochenende im Monat öffnet. Er steht an diesem Tag seit 6 Uhr morgens in seiner Brauerei. Es duftet noch leicht nach Malz und er ist zufrieden mit der Maische.
In dem großen Gefäß kann er sie nun sich selbst überlassen, um vor sich hinzugären. „Brauen ist wie kochen“, sagt er ins überraschte Gesicht des Gegenübers. Fünf Sorten hat der Kundenbetreuer eines großen Telekomunternehmens im Hauptberuf seit Beginn des Abenteuers kreiert. Den Nebenerwerbsbauer hat er vor sechs Jahren um einen Buchstaben bereichert. Berlo bezeichnet sich selbst als Nebenerwerbsbrauer.