Spektakel und Persiflagen

Wie die Nibelungensage in der Kinogeschichte behandelt wurde (Teil 2)

„Hagen – Im Tal der Nibelungen“, eine neue Verfilmung des Nibelungenlieds, basiert auf dem Roman von Wolfgang Hohlbein. Das große Werk mittelhochdeutscher Dichtkunst hat somit innerhalb einer langen filmischen Adaptionsgeschichte eine Aktualisierung erfahren als eine Rückbesinnung auf die Archaik des Ausgangsmaterials. Die zweite Ausgabe einer Übersicht.

„Hagen – Im Tal der Nibelungen“ ist eine der neuesten Interpretationen der Nibelungensage

„Hagen – Im Tal der Nibelungen“ ist eine der neuesten Interpretationen der Nibelungensage Foto: dpa/Constantin Film Verleih

Das Nibelungenlied ist eine groß angelegte mittelalterliche Erzählung, die um die Themenkreise aus Liebe, Verrat, Heldenmut und Tod herum eine Untergansstimmung beschwört, die sich im Wesentlichen auf die nordischen Vorzeitsagen, etwa die isländische Wölsungensaga oder die Lieder-Edda bezieht und daraus feste Bausteine direkt übernimmt. Gerade deshalb wurde dieser deutschsprachige Mythos auch zu einer so wichtigen Inspirationsquelle für den amerikanischen Philologen J.R.R. Tolkien, der eine Vielzahl von Motiven des Nibelungenlieds in seinen Roman „The Lord of the Rings“ einfließen ließ.

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