Internationaler Tag der älteren Menschen
Wie GoldenMe sich für die digitale Inklusion von älteren Menschen einsetzt
Was 2018 auf der Universität in Belval als studentisches Projekt begann, ist inzwischen zur Erfolgsgeschichte geworden, weit über die Escher Stadtgrenzen hinaus. GoldenMe ist eine Vereinigung, die Senioren hilft, in der digitalen Welt Fuß zu fassen.
In sogenannten SmartCafés geht es darum, meist ältere Menschen über die digitale Welt aufzuklären und im Alltag zu helfen Foto: Stadt Esch
„Digitale Fähigkeiten zu haben, bedeutet Zugang zu haben“, sagt Mara Kroth, Direktorin von GoldenMe, im Gespräch mit dem Tageblatt zum Anlass des Internationalen Tages der älteren Menschen am Dienstag. Mit Zugang meint sie die Teilnahme am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben. In der Tat fühlen sich vor allem ältere Menschen abgehängt durch die Digitalisierung. Die Pandemie hat die digitale Transformation der Gesellschaft weiter beschleunigt, das Online-Banking ist nur die Spitze des Eisbergs. Inzwischen müssen viele Arzt-Termine im Web gebucht, Formulare online eingereicht und Menükarten mit einem QR-Code heruntergeladen werden. Längst nicht alle Senioren haben Kinder und Enkel, die ihnen dabei helfen. „In der Pandemie sind alle Prozesse nur noch online gelaufen. Wenn man die Skills nicht besitzt, wird einem der Zugang verwehrt. Das gilt sowohl für das Soziale, Beispiel Facetime-Unterhaltungen mit der Familie, als auch für das Administrative“, sagt Mara Kroth.