Gréngewald
Großherzog Guillaume will Konvention vorzeitig beenden – Regierung lehnt ab
Großherzog Guillaume strebt eine vorzeitige Auflösung der Gréngewald-Konvention mit dem Staat an. Die Regierung lehnt dies derzeit jedoch ab.
Großherzog Guillaume will die Konvention über den Gréngewald mit dem Staat vorzeitig beenden – die Regierung lehnt dies jedoch ab Foto: Editpress-Archiv/Alain Rischard
Der Großherzog hat eine vorzeitige Auflösung der bis 2034 laufenden Vereinbarung über den „Gréngewald“ beantragt, ist damit bei der Regierung aber zunächst auf Ablehnung gestoßen. Darüber berichtet RTL unter Berufung auf ein Schreiben der Administration des Biens de S.A.R. Le Grand-Duc de Luxembourg an Umweltminister Serge Wilmes (CSV).
Großherzog Guillaume will Gréngewald früher übernehmen
Demnach hatte die Vermögensverwaltung der großherzoglichen Familie bereits im März um Gespräche über die Modalitäten einer möglichen vorzeitigen Beendigung der Konvention von 2009 gebeten. Seither bewirtschaftet der Staat die rund 850 Hektar große Waldfläche im „Gréngewald“ nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit, die jedoch weiterhin Eigentum der großherzoglichen Familie ist. Doch solange die Vereinbarung gilt, verfügt der Staat über ein Vorkaufsrecht für die Waldflächen.
Regierung lehnt vorzeitige Auflösung der Konvention ab
Das Umweltministerium bestätigte die Anfrage gegenüber RTL. Eine vorzeitige Kündigung der „Gréngewald“-Konvention werde derzeit jedoch nicht in Betracht gezogen. Die Regierung wolle jedoch gemeinsam mit der Administration des Biens prüfen, wie der „Gréngewald“ künftig noch stärker im Interesse von Natur, Bevölkerung und insbesondere der Jugend genutzt werden könne.
Die Administration des Biens erklärte, man nehme die Entscheidung der Regierung zur Kenntnis und wolle den Dialog über die Zukunft des „Gréngewalds“ konstruktiv fortsetzen.
Welche Pläne der Großherzog für den „Gréngewald“ hat
Nach Informationen von RTL möchte Großherzog Guillaume den Wald künftig stärker für Freizeit-, Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsprojekte nutzen. Geplant seien unter anderem Angebote für Schulklassen und Pfadfinder sowie Initiativen zur Förderung der psychischen Gesundheit. Die Vorhaben sollen nach Angaben des Hofes ohne öffentliche Mittel finanziert werden.
Zudem ist vorgesehen, dass Einnahmen aus der Forstwirtschaft künftig an die Fondation du Grand-Duc Guillaume et de la Grande-Duchesse Stéphanie fließen. Die Stiftung unterstützt nach eigenen Angaben soziale, kulturelle, gesundheitliche und ökologische Projekte. (DJ)