Buch „Nuclear Paradise“

Wie Frankreichs Atomtests die Insel Hao bis heute prägen

„Wir hatten fließendes Wasser, Strom und jeden Tag Steak Frites“, schwärmen die Bewohner*innen der Pazifikinsel Hao von der Zeit des „Centre d’expérimentations du Pacifique“. Die nukleare Testphase brachte Luxus, aber zu welchem Preis? Heute ist die Infrastruktur ein Schatten ihrer selbst, wie das Buch „Nuclear Paradise“ von Lis Kayser und Laurent Sturm zeigt.

Ein alter Militärcontainer mit Blick auf die Lagune von Hao, Oktober 2021

Ein alter Militärcontainer mit Blick auf die Lagune von Hao, Oktober 2021 Copyright: Laurent Sturm

Über drei Jahrzehnte hinweg stand Hao im Schatten von Frankreichs nuklearen Ambitionen und ist heute ein Ort des Widerspruchs: paradiesisch und toxisch, nostalgisch und traumatisiert. Lis Kayser, Doktorin der Anthropologie, und der Fotograf Laurent Sturm haben diese ambivalente Realität in ihrem gemeinsamen Buch „Nuclear Paradise“ dokumentiert. Es präsentiert den Stolz der Bewohner*innen auf ihre Geschichte und ihre Bemühungen, aus den Relikten des Militärs ein kulturelles Erbe zu machen. Gleichzeitig wirft es Fragen nach der Verantwortung Frankreichs und der globalen Gemeinschaft auf.

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