Lebensmittelallergien bei Kindern
Wenn die Ernährung den Alltag bestimmt
Ob bei Eiern, Weizen, Milch oder Nüssen: Während Nicht-Betroffene kein Gedanke an diese Nahrungsmittel verschwenden, kann für Allergiker ein Fehler schnell lebensgefährlich werden. Bei Kindern nimmt die Zahl von Nahrungsmittelallergien stetig zu. Betroffene Eltern und eine Allergologin erzählen, wie sich das Leben mit einem polyallergischen Kind gestaltet.
Das Leben mit einer Lebensmittelallergie ist nicht immer einfach – Umso mehr, wenn sie bereits im Kleinkindalter festgestellt wird Foto: Editpress/Anne Lommel
Lenny ist erst zwei Wochen alt, als er einen schweren Hautausschlag am ganzen Körper entwickelt. Seine Eltern Jessy und Thierry Winckel-Steffen aus Düdelingen haben sofort den Verdacht, dass dies nicht normal ist. Doch die Ärzte halten es zunächst für Babyakne. „Es hieß zuerst, wir würden ihn nicht genug waschen, und danach, dass wir ihn zu viel waschen würden“, erinnert sich Lennys Mutter. Außerdem sei er noch zu klein für eine Allergie, auch da er gestillt werde. Diese Situation zieht sich hin, bis Lenny ein halbes Jahr alt ist. Danach besteht die Mutter darauf, anhand eines Bluttestes nach Allergien zu suchen.