Ausgeliefert und angeklagt

Mutmaßliche Chefin von Prostitutionsring nach Luxemburg ausgeliefert

Die in Porto verhaftete Russin sitzt nun in luxemburgischer Untersuchungshaft. Ihr wird unter anderem Menschenhandel vorgeworfen.

Gefängniszelle in Luxemburg mit vergittertem Fenster und düsterer Atmosphäre

Jetzt in Luxemburg hinter Gittern Symbolbild: Editpress/Alain Rischard

Die mutmaßliche Chefin eines Luxemburger Prostitutionsnetzwerks ist aus Portugal nach Luxemburg ausgeliefert worden. Das teilt die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Am Mittwoch hatte die Behörde bereits die Festnahme der Frau in Porto mitgeteilt.

Die 43-jährige Russin wurde nach ihrer Ankunft von der Kriminalpolizei vernommen und einem Untersuchungsrichter vorgeführt, der sie formell angeklagt und einen Haftbefehl erlassen hat. Ihr werden Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, Menschenhandel, schwere Zuhälterei und Geldwäsche vorgeworfen.

Laut Staatsanwaltschaft soll die Frau zwischen 2020 und 2026 rund 40 Frauen – überwiegend ukrainischer und russischer Staatsangehörigkeit – über Internetportale für sexuelle Dienstleistungen in Wohnungen und Hotelzimmern rekrutiert haben. Die Gewinne dürften bei weit über einer halben Million Euro liegen.

Laufende Ermittlungen hätten laut der Justizbehörde eine frühere Kommunikation verboten. Nun läuft die Untersuchung unter der Leitung des zuständigen Untersuchungsrichters in Luxemburg weiter.

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. (hat)

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