Alain spannt den Bogen
Wenn Papageno angeln geht und Bach das Tanzbein schwingt
Es war quasi eine luxemburgische Woche, von der wir heute berichten. Martin Elmquist feierte sein 30. Jubiläum als Chefdirigent des Luxembourg Philharmonia, die SEL waren mit einem Liederabend des luxemburgischen Baritons Franz Schilling vertreten und die wunderbare Cembalistin Anne-Catherine Bucher entführte uns in die Welt von Johann Sebastian Bach.
Konzert zum 30-jährigen Jubiläum: Chefdirigent Martin Elmquist (r.) und Pianist Johan Perdigão Foto: Nanna Elmquist
Martin Elmquist darf stolz auf sich sein. In 30 Jahren hat der dänische, in Luxemburg arbeitende Dirigent das Freizeitorchester Luxembourg Philharmonia zu einem beachtlichen Klangkörper geformt. Und dieses Konzert, das zu Ehren von Elmquists 30-jährigem Jubiläum als Chefdirigent im ausverkauften großen Saal der Philharmonie stattfand, hatte so einiges zu bieten. Vor allem räumte es mit dem Klischee auf, Amateurorchester seien nur begrenzt zu außerordentlichen Leistungen fähig. Elmquist hat mit seiner Arbeit als Chefdirigent bewiesen, dass das Luxembourg Philharmonia nicht nur ein gutes, sondern ein sehr gutes Amateurorchester ist. Der Klang war homogen und so perfekt, wie es für ein Ensemble dieser Art nur sein kann. Die Musiker brachten die Musik zum Atmen und auch spieltechnisch ließ ihre Leistung keine Wünsche offen. Ja, man konnte sich auch als kritischer Hörer und Kenner zurücklehnen und genießen.