Rümelingen
Weniger Restmüll – mehr Recycling: Abfallreform trifft auf Umsetzungshürden
In Rümelingen sollte ab dem 1. April 2026 ein neues Abfallkonzept umgesetzt werden, doch führten verschiedene organisatorische Probleme sowie das Verhalten zahlreicher Einwohner zu einer Verschiebung des Starttermins.
Trotz blauer Recyclingtonnen stapeln sich weiterhin Papier und Karton vor Hauseingängen Foto: Pierre Schreiner
Am 14. Februar 2025 beschloss der Rümelinger Gemeinderat einstimmig eine neue „Verordnung über die Abfallwirtschaft“. Sie basiert auf Verursacherprinzip und Förderung von Recycling: Größere graue Tonnen für Restmüll bedeuten höhere monatliche Basistarife und höhere Zuschläge pro Entleerung. Braune, blaue und grüne Tonnen für Glas, Papier und Bioabfall sind gratis und ihre Entleerung ebenfalls. Die Initiative soll ein Umdenken im Umgang mit Abfall fördern. Doch die Umsetzung stockt: Trotz der erfolgten Auslieferung der Recyclingtonnen finden sich vielerorts weiterhin Kisten mit Papier und Glas vor Hauseingängen und auf Gehwegen, da zahlreiche Einwohner – ungeachtet der Informationskampagne durch die Gemeinde – davon ausgehen, der CIGL sammle diese nach wie vor ein. Zudem bleiben entleerte Tonnen oft auf den Bürgersteigen stehen, was nicht zur Verschönerung der Stadt beiträgt. Das Tageblatt fragte den zuständigen Schöffen Jimmy Skenderovic (LSAP) nach dem weiteren Vorgehen der Gemeinde.
Herr Skenderovic, warum konnte das neue Abfallkonzept nicht wie geplant am 1. April 2026 vollständig umgesetzt werden?