„Esch ist bereit für Alpha“
Gemeinderat debattiert über Schulorganisation
Mit der Alpha-Reform beginnt in Esch ein neues Kapitel an den Grundschulen. Doch während der Schöffenrat auf stabile Zahlen und laufende Bauprojekte setzt, sehen LSAP und „déi Lénk“ erhebliche Herausforderungen bei Platzangebot, sozialer Durchmischung und langfristiger Planung.
In der „Groussgaass“-Schule soll es immer wieder zu Feuchtigkeitsproblemen kommen – Schöffe Meris Sehovic beteuert, die Situation sei unter Kontrolle Foto: Editpress/Sandra Lutz
Schulschöffe Meris Sehovic („déi gréng“) stellte am Freitagmorgen die provisorische Schulorganisation für das Schuljahr 2026/2027 in der Ratssitzung vor – ein „spezielles Jahr“, wie er betonte. Denn erstmals tritt in allen Escher Grundschulen die Reform „Alpha“ in Kraft. Insgesamt werden 3.222 Schülerinnen und Schüler in neun Schuleinheiten unterrichtet. Die Zahlen bleiben weitgehend stabil, auch wenn die Dynamik laut Sehovic „unter der Oberfläche wesentlich komplexer“ geworden sei.
Vorgesehen sind 228 Klassen und insgesamt 6.767 Unterrichtsstunden. Die Nachfrage nach den beliebten Escher „Bëschklassen“ bleibt weiterhin höher als das Angebot. Laut Sehovic soll sich zudem der Druck auf die Betreuungsstrukturen verringern: Rund 80 Kinder, die bislang auf Wartelisten standen, könnten künftig einen Platz erhalten.