Vianden

Weinkultur im Norden: „Les Amis du Château de Vianden“ legen neuen Weingarten an

Der geneigte Weinfreund wird sich wohl eingangs bereits die Frage stellen: „Weinbau im Norden des Großherzogtums, was soll das?“ Dem Ungläubigen sei dabei gerne geholfen, wenn wir erwähnen, dass laut Katasteraufstellung von Vianden aus dem Jahre 1766 gleich 173 Personen einen Weingarten auf insgesamt 40 Hektar Rebfläche bewirtschafteten.

Der neu angepflanzte Weingarten steht auf der Südwest-Seite des Schlosses

Der neu angepflanzte Weingarten steht auf der Südwest-Seite des Schlosses Foto: Editpress/Herbert Becker

Um den Rebensaft aus dem hohen Norden ranken sich jedoch auch allerlei spöttische Anekdoten über den „Wäin aus Veinen“, den man schon damals als wahren Kniebrecher bezeichnete. Grund für diese Charakterisierung war der Umstand, dass bei übermäßigem Genuss nicht der Kopf verwirrt war, vielmehr die Beine ihren Dienst versagten. Fürsprache erfuhr der Wein aus Vianden allerdings u.a. von Edmond de la Fontaine, als „Dicks“ bekannter Schriftsteller, der treffend bemerkte: „Obwohl der Wein nicht von Spitzenqualität ist, ist er jedoch angenehm zu trinken!“

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