Für Veganer und Nicht-Veganer
Weihnachten ohne Tierleid: „Vegan Christmas Market“ richtet sich an alle Interessierten
Die „Vegan Society Luxembourg“ hat sich zum Ziel gesetzt, die vegane Lebensweise im Großherzogtum zu fördern. Eine der Möglichkeiten, ein breites Publikum zu erreichen, ist die Organisation von Events. Am Samstag lud die Vereinigung zum „Vegan Christmas Market“ ins Kulturzentrum nach Bonneweg ein. Mit mehr als 1.000 Besuchern zeigt sich Präsidentin Barbara Ujlaki auf jeden Fall zufrieden.
Schon der Journalist und Fernsehmoderator Robert Lembke sagte einst: „Es stimmt gar nicht, dass Kühe Milch geben. Die Bauern nehmen sie ihnen einfach weg.“ Foto: André Feller
Circa 30 Händler und Anbieter aus Luxemburg und dem nahen Ausland stellten am Samstag vegane Produkte aller Art im Kulturzentrum aus. Den Besuchern bot sich eine große Auswahl an gastronomischen Spezialitäten, frei von tierischen Inhaltsstoffen. Dabei kann es auch simpel hergehen, denn mit frischem Gemüse kann man viele Leckereien zubereiten. Beste Beispiele sind die indische und die mediterrane Küche.
Veganer Käse: Einfach mal probieren, erst dann kann man urteilen Foto: André Feller
Wer den Geschmack von Käse mag, aber eine pflanzliche Variante sucht, muss auch an Weihnachten auf nichts verzichten. Beim ersten veganen Käsehändler Belgiens konnte man um die 40 rein pflanzliche Käsesorten entdecken. Eine der wichtigsten Grundzutaten sind Cashewnüsse, versetzt mit den passenden Pilzkulturen. Auch veganes Raclette und Fondue gibt es im Handel: Ein Renner waren am Samstag jene aus der veganen Molkerei „New Roots“ in der Schweiz.
Tierrechte, Klimaschutz und Gesundheit
Köstliche Nachspeisen fand man hier ebenfalls in reicher Auswahl. Schokolade, Pralinen, Kuchen und cremige Desserts wussten zu begeistern. Viele Besucher waren nicht nur an der Gastronomie interessiert, sondern auch an pflanzlicher und tierleidfreier Kosmetik, Kerzen oder Seifen. Wie das Tageblatt vor Ort erfuhr, legen die Anbieter nicht nur Wert auf die Inhaltsstoffe, sondern auch darauf, dass keine Tierversuche durchgeführt werden.
Von Brie bis hin zum Raclette, nur eben pflanzlich Foto: André Feller
Die mehr als 1.000 Besucher waren sicherlich nicht alle Veganer, sagt Barbara Ujlaki. Viele Leute seien gekommen, um sich zu informieren, zu kosten und die Welt der tierfreien Produkte zu erkunden. Immer mehr Menschen seien sich der Problematik rund um die (Massen-)Tierhaltung bewusst. Stichwörter sind Tierrechte, Klima- und Umweltschutz. Dann gibt es auch die Besucher, die aus gesundheitlichen Gründen auf der Suche nach pflanzlichen Alternativen zum Fleisch sind. „Mittlerweile ist bekannt, dass übermäßiger Fleischkonsum ungesund und die Ursache vieler Krankheiten ist“, so Ujlaki.
Überwältigt ist die dynamische Vorsitzende der Vereinigung vom Erfolg des diesjährigen „Vegan Christmas Market“, der erstmals in Bonneweg stattfand. Für sie ist es ein klares Signal, dass immer mehr Menschen versuchen, im Alltag auf tierleidfreie Alternativen zurückzugreifen. Fast täglich erhalte man Anfragen zur veganen Ernährungsberatung oder nach Ärzten, die sich mit dem Thema auskennen und Interessierte medizinisch beraten können. Barbara Ujlaki größter Wunsch ist es, eines Tages eine „Vegan Convention“ in den Ausstellungshallen zu organisieren.
Allerlei Süßes, ganz ohne tierische Inhaltsstoffe Foto: André Feller