Temperatur-Achterbahn
Wechselhafte Woche in Luxemburg: Ab Dienstag könnte es wieder schneien
Nach dem kurzen, aber markanten Winterintermezzo am Wochenende bleibt das Wetter auch in den kommenden Tagen interessant. Eine Luftmassengrenze sowie vorübergehender Hochdruckeinfluss sorgen für starke Temperaturschwankungen und auch gelegentliche winterliche Niederschläge.
Winterliche Pracht am Sonntagabend in Luxemburg-Stadt Foto: Editpress/Guido Romaschewsky
Noch am Freitag lagen die Höchstwerte verbreitet zwischen 6 und fast 11 Grad. In der Nacht zum Samstag setzte sich jedoch deutlich kältere Luft durch. Am Samstag wurden nur noch –2 bis 4 Grad erreicht, in der Nacht zum Sonntag sanken die Temperaturen lokal auf rund –6 Grad.
Weißes Intermezzo
Diese frostige Ausgangslage bildete die Basis für die Schneefront am Sonntagnachmittag. Gegen 16 Uhr setzte verbreitet kräftiger Schneefall ein. Durch sogenannte Niederschlagsabkühlung wurden die Temperaturen auch dort ausreichend gesenkt, wo sie zuvor noch leicht im Plus lagen. Innerhalb weniger Stunden fielen örtlich 4 bis 9 Zentimeter Schnee, teil auch etwas mehr. Gegen 22 Uhr ging der Niederschlag mancherorts bereits wieder in Schneeregen oder Regen über.
Besonders am Flughafen Findel hatte der Schnee Konsequenzen, es kam zu zahlreichen Störungen.
Tiefdruck, Schauer, Graupel
Zu Wochenbeginn dominiert weiter ein umfangreicher Tiefdruckkomplex mit Zentrum über den nördlichen Britischen Inseln das Wettergeschehen. Mehrere Randtiefs ziehen durch und bringen wechselhafte Bedingungen.
Ähnlich wie am Montag bleibt es auch am Dienstag schaueranfällig. Je nach Intensität fallen die Niederschläge als Regen, Schneeregen oder Schnee. Besonders in höheren Lagen kann es wiederholt schneien. Zwischen den Schauern sind aber auch freundlichere Abschnitte mit etwas Sonne möglich.
Luftmassengrenze zur Wochenmitte
Zur Wochenmitte wird es besonders interessant: Ein Zwischenhoch versucht am Mittwoch, sich vorübergehend durchzusetzen. Gleichzeitig nähert sich vom Ärmelkanal her bereits das nächste Tief. Dadurch entsteht eine Luftmassengrenze.
Diese trennt polare Kaltluft im Norden von milderer Luft im Süden. Wo genau sich diese Grenze über unserem Kontinent positioniert, ist noch unsicher. Sollte sie über oder nahe Luxemburg zum Liegen kommen, wären zeitweise kräftige Niederschläge möglich. Gerieten wir dann auch noch zusätzlich auf die kalte Seite, dann in Form von Schnee, möglicherweise auch einigen Zentimetern.
Welche Variante sich durchsetzt, hängt von Details in der Druckverteilung ab. Klar ist jedoch: Nachhaltige Kälte ist nicht in Sicht, mögliche Schneedecken dürften daher nur vorübergehend Bestand haben.
Temperatur-Achterbahn
Die Temperaturen gleichen in dieser Woche einer Achterbahnfahrt. Am Wochenbeginn, Dienstag einschließlich, liegen die Höchstwerte meist zwischen 4 und 8 Grad. Am Mittwoch werden 2 bis 5 Grad erwartet.
In klareren Nächten kann es dagegen deutlich abkühlen: Für die Nacht auf Donnerstag sind Tiefstwerte um –5 Grad möglich, in der Nacht auf Freitag lokal sogar bis –6 Grad. Tagsüber bewegen sich die Werte dann häufig nur noch zwischen 1 und 4 Grad. Je nach Schauerintensität kann es zudem kurzfristig spürbar kälter werden.
Fürs kommende Wochenende deuten die Modelle überwiegend Hochdruckeinfluss an. Während das amerikanische Modell ein ruhigeres Szenario berechnet, sieht das europäische Modell zumindest am Samstag eine Tiefdruckstörung mit möglichem auffrischendem Wind. Es ist durchaus möglich, dass andere Modelle nachziehen.
Auch hier bleibt es also unsicher. Fest steht jedoch: Der Winter ist noch nicht vorbei: Er zeigt sich derzeit in Form wechselhafter, aber immer wieder winterlich angehauchter Episoden.