Hochofen C in Belval

Konferenz beleuchtet Hochofen-Verkauf nach China

Einst waren sie zu dritt, die Hochöfen in Belval. Dann wurde C nach China verkauft. Am Donnerstag beleuchtet eine Konferenz die Hintergründe dieses außergewöhnlichen Transfers.

Hochöfen A und B in Belval. Ihr Bruder C wurde nach China verkauft.

Hochöfen A und B in Belval. Ihr Bruder C wurde nach China verkauft. Foto: Editpress/Alain Rischard

Vor 30 Jahren begann eines der ungewöhnlichsten Kapitel der Luxemburger Industriegeschichte: der Verkauf des Hochofens C in Belval nach China. Aus diesem Anlass lädt das Centre for Contemporary and Digital History (C2DH) am 4. Juni zur Konferenz „Den Héichuewen C – Vu Belval a China“ ins Atelier Central auf der Metzeschmelz ein.

Der Hochofen C gehörte zu den drei großen Hochöfen A, B und C in Belval. Nach seiner Stilllegung 1995 wurde die Anlage noch im selben Jahr an den chinesischen Stahlkonzern Kunming Iron & Steel Group (Kisco) verkauft. 1996 und 1997 wurde der Hochofen demontiert, nach China transportiert und dort wieder aufgebaut – ein in Europa seltenes Beispiel für die vollständige Verlagerung einer Industrieanlage auf einen anderen Kontinent.

Die Historiker Zoé Konsbruck und Nicolas Arendt vom C2DH beleuchten die Hintergründe dieses außergewöhnlichen Transfers. Anschließend diskutieren Ed Maroldt, Autor und Gründer des Uelzechtkanal, sowie der Ingenieur-Techniker Guy Bock, der den Abbau und Transport des Hochofens begleitet hat.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag um 18.30 Uhr im Atelier Central auf der Metzeschmelz. Ab 18 Uhr verkehrt ein Shuttlebus ab dem Parkplatz Aloyse Meyer. (mago)

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Hochofen C in Belval

Konferenz beleuchtet Hochofen-Verkauf nach China

Tennisballgroßer Hagel in Flandern

Verheerende Unwetter toben nur einen Katzensprung von Luxemburg entfernt