Öffentlicher Transport im Osten des Landes

Warum es zwischen Mosel und Süden etwas länger dauert

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Osten nach Luxemburg-Stadt will, kommt meist gut voran. Schwieriger wird es abseits der Hauptachsen: Manche Orte werden seltener bedient, Anschlüsse passen nicht, Umsteigen kostet Zeit. Besonders zwischen dem Moselosten und dem Süden hakt es. Ein Überblick.

Wer mit dem öffentlichen Transport im Osten des Landes unterwegs ist, braucht oft Geduld

Wer mit dem öffentlichen Transport im Osten des Landes unterwegs ist, braucht oft Geduld Foto: Editpress/Julien Garroy

Luc, Gemeinde Mertert, spricht von Glück. Er arbeitet in Belval und fährt mit dem Bus. Vom P&R an der Autobahn bei Wasserbillig gelangt er direkt bis Belval, Porte de France. Zwischen 50 und 60 Minuten dauere die Fahrt, je nach Verkehr manchmal etwas länger. Das sei akzeptabel, sagt er. Anders sähe es aus, wenn sein Arbeitsplatz beispielsweise in Foetz läge. Dann müsste er umsteigen. So wie jener, der in Esch wohnt und in Grevenmacher arbeitet. Rund zwei Stunden müsse dieser morgens einplanen, abends für die Heimfahrt dann rund 90 Minuten.

Die Beispiele machen deutlich, wo es im Alltag hakt: Auf den Hauptstrecken kommt man oft schnell und bequem ans Ziel. Schon wenige Kilometer abseits davon wird die Fahrt deutlich umständlicher. Obwohl die Distanzen im Land kurz sind, kann der Weg von einer Region in die andere mit öffentlichen Verkehrsmitteln viel Zeit kosten. Das zeigt sich auch im Osten. Nach Luxemburg-Stadt besteht vielerorts ein passables Angebot. Die Querverbindungen sind dagegen schwächer ausgebaut. Wer aus Teilen des Ostens nach Esch oder zu anderen Zielen im Süden will, muss häufig umsteigen oder den Umweg über Luxemburg-Stadt nehmen.

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