Théâtre national du Luxembourg

Warum die neue Saison ganz im Zeichen des „Courage“ steht

Die Welt steht am Abgrund. Der durch Menschen verschuldete Klimawandel, die Krise der Demokratie und der Vormarsch rechtsextremer Parteien und Kriege in vielen Ländern – mit diesen Aussichten bleibt nur zu sagen: „Courage!“ Das „Théâtre national du Luxembourg“ (TNL) hat die neue Spielzeit unter dieses Motto gestellt.

Alice Herz-Sommer, Natalie O’Hara

Alice Herz-Sommer, Natalie O’Hara Foto: Lahola

Theater beginne dort, wo der Mut größer wird als die Angst, so TNL-Direktor Frank Hoffmann bei der Vorstellung des Programms zur neuen Spielzeit. „Courage“ heißt auch diese Spielzeit, die dazu eine ganz besondere ist. Das Theater in der route de Longwy feiert im Juni 2027 sein 30‑jähriges Bestehen.

Hoffmann betont dazu, dass es sich nicht um Courage als Pose handelt. Diese zeige sich eher selten im großen Gestus, sondern „in kleinen Entscheidungen, im Widerspruch, im Zuhören, im Zweifel, im Beharren“ in einer Welt, die nach Hoffmanns Worten aus den Fugen gerät. Im Einzelnen würde das bedeuten, etwa in einem Land, das zunehmend von Rechtspopulisten und Rechtsextremisten beherrscht wird, auszuharren und sich nicht darin fremdbestimmen zu lassen, was wie zu inszenieren sei und sich nicht eine patriotische Richtung vorschreiben zu lassen.

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