Im Kino
„Blue Heron“ erzählt eindringlich vom Verlust eines psychisch erkrankten Familienmitglieds
Erinnerungen können schmerzhaft präzise sein und trotzdem keine Gewissheit liefern. Genau von diesem Widerspruch handelt Sophy Romvaris „Blue Heron“. Ihr autobiografisch grundiertes Spielfilmdebüt rekonstruiert keine gesicherte Vergangenheit, sondern tastet sich an deren Leerstellen heran.
Spielen die ungleichen Geschwister: Eylul Guven (vorne) und Edik Beddoes (liegend) in „Blue Heron“ Quelle: imdb.com
Im Zentrum von Sophy Romvaris „Blue Heron“ stehen der Verlust eines psychisch erkrankten Bruders und die Erinnerung seiner jüngeren Schwester. Aus kindlicher und später erwachsener Perspektive untersucht der Film, wie sein Leiden das gesamte Familiengefüge prägt.