83. Filmfestpiele in Venedig
Luxemburgische Koproduktionen, sowjetischer Oppenheimer und japanisches Coming-of-Age
Noch bis zum 12. September dreht sich bei den 83. Filmfestspielen in Venedig alles ums Kino. Auch Luxemburg ist vertreten. Von Reisen nach Georgien, Westsahara und Japan bis zurück in die Vergangenheit.
„Guria“ ist eine der luxemburgischen Koproduktionen, die in Venedig gezeigt werden – und zwar in der Kategorie „Spotlight“ Quelle: 83rd Venice International Film Festival
Haselnüsse und kein Käufer. Alte Mütter erzählen noch ältere Geschichten. Die Jungen wollen vor allem weg. Wir sehen Männer mit Pistolen und Frauen, die zu gut angezogen sind, um in diese Gegend zu passen. Es war einmal, irgendwo in Georgien, auf dem Land, Anfang der Neunziger Jahre, als die Sowjetunion über Nacht verschwand, und ein Schwarzes Loch hinterließ auf der Landkarte an Europas Grenze, wie in den Köpfen und Herzen aller Menschen, egal, ob sie es mit dem Regime hielten oder seine Gegner waren. In diese Situation taucht Levan Koguashvili ein.