Atelierbesuch in Wiltz
Diese Menschen machen die „Nuit des lampions“ möglich
Am 19. September erstrahlt der „Jardin de Wiltz“ wieder im magischen Licht von hunderten Papierlaternen. Diese werden in verschiedenen Inklusionswerkstätten hergestellt und repariert. Ein Besuch der Ateliers im Vorfeld der „Nuit des lampions“.
Patrick (53) und Civic (34) beziehen die Bambusgerüste der Lampions mit latexgetränktem Papier Foto: Editpress/Julien Garroy
Vorsichtig taucht Patrick (53) seine durch blaue Handschuhe geschützten Fingerspitzen in einen Eimer mit Latex. Die klebrige Flüssigkeit verschmiert er gewissenhaft über ein Stück weißes Papier. Für den nächsten Schritt kommt Civic (34) ihm zu Hilfe. Behutsam greifen die beiden Männer das durchtränkte Blatt an allen vier Ecken und legen es über ein kleines Gerüst aus Bambusstängeln.
„Man muss gut aufpassen, dass man das Papier richtig erwischt. Wenn es einem aus den Fingern rutscht, dann klebt es zusammen und ist nicht mehr zu retten“, erklärt Civic, während er das Blatt auf dem Bambusskelett glattstreicht. Obwohl noch nicht alle Seiten des Quaders verschlossen sind, lässt sich leicht erahnen, was das wird: eine Laterne, die mit hunderten weiteren während der „Nuit des lampions“ (NDL) den „Jardin de Wiltz“ erstrahlen lässt.