Im Kino
Warum „The End of Oak Street“ mehr ist als Nostalgie
David Robert Mitchell schickt die amerikanische Vorstadt zurück in die Urzeit. „The End of Oak Street“ ist Dinosaurierfilm, Familiendrama und zugleich eine eigenwillige Hommage an das Kino Steven Spielbergs.
Auf der Flucht vor den Dinos: Maisy Stella (r.) und Christian Convery (l.) in „The End of Oak Street“ Quelle: imdb.com/Courtesy of Warner Bros. Pictures
Ein Dinosaurier steht zwischen Vorgärten und Einfamilienhäusern. Fahrräder liegen auf dem Asphalt, Autos parken vor Garagen. Es sind Bilder, die seltsam vertraut wirken, als hätte Steven Spielberg sie irgendwann in den frühen 80er-Jahren bereits ins kollektive Gedächtnis des amerikanischen Kinos eingeschrieben. David Robert Mitchell braucht in „The End of Oak Street“ nur wenige Einstellungen, um dieses Gefühl hervorzurufen. Sogar das Autoradio spielt mit: Steve Winwoods „Valerie“ läuft auf Kassette. Erscheinungsjahr: 1982, dasselbe Jahr wie „E.T.“. Doch Mitchell beschwört diese Welt nicht, um sich behaglich in ihr einzurichten. Er lässt sie aus der Zeit fallen.