„En avant comme en après“
Steve Kaspar im Spiegel seines vielseitigen Schaffens
Ein vergessenes künstlerisches Erbe tritt ans Licht und offenbart ein visionäres Werk, dessen Linien an Partituren erinnern. Seltene, großformatige Arbeiten des Ausnahmekünstlers Steve Kaspar machen dessen komplexe Bildwelten nun erstmals in ihrer vollen Konsequenz erfahrbar.
Das Ausstellungsteam (v.l.n.r.): Musikerin und Komponistin Natasa Grujovic, der ehemalige Dramaturg am Théâtre National du Luxembourg, Andreas Wagner, sowie Tänzerin und Choreografin Yuko Kominami. Links ein Werk von Steve Kaspar, auf dessen elektroakustischen Klanglandschaften die Performance „A-Un“ aufbaute. Das Konzept und die musikalische Gestaltung stammten von Andreas Wagner, die Aufführung fand am 19. September statt. Foto: Deborah Rimi
Als enger Freund schildert Andreas Wagner gegenüber dem Tageblatt, wie eine umfassende posthume Ausstellung das facettenreiche Schaffen von Steve Kaspar neu beleuchtet. Im Zentrum stehen dabei insbesondere die Werke aus den 1990er-Jahren der Serie „Générations“, die einen entscheidenden Wendepunkt markieren, bevor sich der Künstler der Musikproduktion zuwandte. Die Schau „En avant comme en après“ spiegelt genau diese Entwicklung, den Übergang zwischen unterschiedlichen Phasen sowie die zeitliche Dimension der bildnerischen Arbeiten wider, die nun im Kreuzgang der Abtei Neumünster präsentiert werden.