Der Wolf in Luxemburg

Während sich die Waldbesitzer freuen, bleiben die Schafzüchter kritisch

Ende April waren in Niederanven drei Schafe von einem Wolf gerissen worden. Von einigen wird das Tier gehasst, von anderen gefürchtet, wieder von anderen als Symbol für die Renaturierung der Landschaften idealisiert. Freuen sich die Waldbesitzer über den natürlichen Regulator, sehen die Schafzüchter die Wiederkehr des Wolfs kritischer. Die Naturverwaltung ihrerseits will aufklären und das „Rotkäppchen-Syndrom“ bekämpfen.

Ein Wolf der mitteleuropäischen Flachlandpopulation

Ein Wolf der mitteleuropäischen Flachlandpopulation Foto: © LJN

Ist die Bestätigung eines Wolfs in Luxemburg nun eine gute oder schlechte Nachricht? Das Tageblatt hat bei verschiedenen Interessenvertretern nachgefragt. Winfried von Loe, Berater des „Groupement des sylviculteurs“, meint zwar, das sei nur am Rande ein Thema für die Privatwaldbesitzer. Aber insgesamt sei die Rückkehr des Wolfs positiv zu beurteilen. Man müsse wissen, dass der Wildbestand für eine Verjüngung des Waldes insgesamt zu hoch sei. „Erfahrungen aus Ostdeutschland zeigen, dass überall dort, wo sich der Wolf befindet, sich der Bestand relativ schnell verjüngte.“ Der Wolf ernährt sich größtenteils von Rothirsch, Wildschweinen und Rehen, Tiere, die Schaden im Wald anrichten. Die Wiederkehr des Wolfs sei also eine gute Nachricht für den Wald, sagt von Loe.

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