Wetterumschwung in Luxemburg

Von mild zu unbeständig – der Winter ist noch nicht vorbei

Nach einem vergleichsweise ruhigen und stellenweise milden Wochenende steht Luxemburg nun vor einer deutlichen Wetterumstellung. Dort, wo sich der Nebel auflöste, wurden zuletzt Höchstwerte von 8 bis knapp 12 Grad erreicht, lokal lag sogar ein Hauch von Frühling in der Luft. Dieser Eindruck war jedoch nur von kurzer Dauer: Der Hochdruckeinfluss zieht sich zurück, während der Atlantik wieder das Kommando übernimmt.

Aussichtspunkt Napoleonsbam bei Bourscheid ohne Fernsicht an einem bewölkten Sonntag

Nix mit Fernsicht: Aussichtspunkt „Napoleonsbam“ bei Bourscheid am Sonntag Foto: Editpress/Guido Romaschewsky

In den kommenden Tagen öffnet sich über Westeuropa eine regelrechte „Tiefdruckstraße“. Mehrere Tiefdruckgebiete ziehen vom Atlantik her ostwärts und schicken ihre Fronten in rascher Folge nach Mitteleuropa. Spätestens ab Dienstag geraten auch wir zunehmend unter deren Einfluss. In der Nacht auf Mittwoch überquert eine markantere Kaltfront das Land, die flächigen Regen bringt, örtlich auch mit höheren Intensitäten. Gleichzeitig frischt der Wind zeitweise spürbar auf, mit Böen zwischen 40 und 60 km/h. Doch auch schon vor dieser Front wird es am Dienstag regnen.

Auch danach bleibt das Wetter unbeständig. Weitere Randtiefs sorgen für wechselhafte Abschnitte mit wiederholten Niederschlägen. Ein neues Zwischenhoch deutet sich zwar fürs Wochenende an, kann sich aber nicht nachhaltig durchsetzen.

Nach zu trockenem Januar nehmen Niederschläge zu

Diese Entwicklung kommt nicht ungelegen, denn der Januar verlief vielerorts zu trocken. Nun zeichnen sich bis zum kommenden Sonntag je nach Region Niederschlagsmengen von etwa 20 bis 45 Litern pro Quadratmeter ab, im Norden und Nordwesten lokal auch etwas mehr. Damit könnte zumindest ein Teil des bisherigen Defizits ausgeglichen werden. Auch für die Zeit bis etwa zum 22. Februar rechnen die Modelle mit weiteren Regenphasen, insgesamt also mit einer deutlich nasseren Witterung als zuletzt.

Nicht alle Niederschläge werden dabei zwingend als Regen fallen, denn mit dem Durchzug der Tiefs ändert sich auch ständig das Luftmassenverhältnis. Für die Freunde von Schnee und Kälte bedeutet das, dass der Winter noch nicht ganz zu Ende ist.

Milde Wochenmitte, dann schnell kälter

Bis zur Wochenmitte bleiben die Temperaturen zunächst noch auf einem für Februar milden Niveau. Am Dienstag werden 6 bis 9 Grad erreicht, am Mittwoch und Donnerstag sind verbreitet 9 bis 11 Grad möglich, in der Nacht bleibt es teils ungewöhnlich mild. Ab Freitag jedoch kippt die Lage: Mit der Verlagerung eines Tiefs Richtung Ostsee gelangt Luxemburg auf dessen Rückseite, wodurch kühlere Luftmassen aus nördlichen Breiten einfließen.

Die Höchstwerte sinken dann auf maximal etwa 5 Grad, nachts stellt sich wieder verbreitet leichter Frost ein. Damit wächst auch die Chance auf winterliche Begleiterscheinungen. Besonders ab dem 14. Februar herum sehen die aktuellen Modellläufe die Möglichkeit eines winterlichen Intermezzos. In dieser Phase könnten Niederschläge zeitweilig in Schnee übergehen, vor allem bei Frontdurchgängen und ausreichend kalter Luft. Schneeschauer sind damit nicht ausgeschlossen, teils werden aber auch Graupelschauer sowie Wintergewitter angedeutet.

Durch die nennenswerte Dynamik der Großwetterlage ist keine beständige Kaltluft in Sicht, das Gleiche gilt automatisch auch für eine relevante Schneedecke. Sollte sich irgendwo dennoch eine dünne Schicht bilden, wäre diese wieder schnell „Schnee von gestern“.

1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 10.02.202608:15 Uhr

Unsere lieben "Horgänze" sind aber schon zurückgekommen!

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