Alain spannt den Bogen
Von finnischen Wäldern und mythischen Gestalten
Drei eher selten gespielte Werke, zwei hochkarätige Interpreten und ein Orchester in Höchstform, das ist die Bilanz des OPL-Konzertes vom vergangen Freitag in der Philharmonie.
Baiba Skride spielt Carl Nielsen Foto: Alfonso Salgueiro
Mit Carl Nielsens Violinkonzert stand ein wirkliches Außenseiterstück auf dem Programm, das trotz seiner Meriten nie so recht seinen Platz im gängigen Repertoire gefunden hat. In der Tat erweist sich Nielsen Konzert als recht sperrig, die Melodien wollen sich nicht so recht entwickeln und die beiden Teile sind eigentlich recht unterschiedlich vom Stil her. Da zeigt sich Nielsen im ersten Teil noch recht traditionsgebunden, während er dann im zweiten auf einmal sehr modern wird. Für mich ist dieses Konzert ein Werk des Übergangs, durchaus interessant zu hören, aber nie wirklich packend.