E Bléck duerch d’Lëns

Von der Veianer Miliz zum „inoffiziellen“ US-Soldaten – André Flesch (1925-2016) 

Dieses Jahr erinnert Luxemburg an das 80-jährige Jubiläum des Beginns der Ardennenoffensive. Von Dezember 1944 bis Februar 1945 brachten die Kämpfe zwischen den Alliierten und der Wehrmacht Tod und Zerstörung über den Norden und Osten Luxemburgs. Einer der Luxemburger, die sich an diesen Kämpfen beteiligten, war der 19-jährige André Flesch. 

André Flesch in Uniform der 10. US-Panzerdivision, 1945

André Flesch in Uniform der 10. US-Panzerdivision, 1945 Foto: MNRDH

Am 16. Dezember um 5 Uhr morgens wurde die kleine, idyllische Stadt Vianden von einem donnernden Artilleriebeschuss geweckt. In der Stadt befanden sich nur noch einige Bürger*innen, ein paar US-amerikanische Soldaten und etwa 30 Mitglieder der Veianer Miliz. Die, von Victor Abens angeführte, Miliz bestand aus jungen Männern – oft ehemalige Zwangsrekrutierte –, die sich zur Verteidigung der Kleinstadt zusammengefunden hatten. Am 19. November war es circa 22 der Milizmänner gelungen, einen Angriff abzuwehren und den Deutschen schwere Verluste zuzufügen. Durch dieses schwere Bombardement im Dezember jedoch wurde deutlich, dass die Miliz die Stadt nicht verteidigen konnte.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Frauen in der Lokalpolitik

Das „Küken“: Die Zweite Schöffin in Grosbous-Wahl studiert noch

Esch/Schifflingen

Die Wiederbelebung der Metzeschmelz