Grevenmacher

Von der Lehrerin zur Bürgermeisterin: Monique Hermes‘ Weg

In Grevenmacher ist Monique Hermes (76) bekannt wie ein bunter Hund. Nicht nur, dass ehemalige Schüler ihre Arbeitskollegen sind. Als Bürgermeisterin der 5.000 Einwohner zählenden Gemeinde verheiratet sie mittlerweile die Kinder mancher Schüler. Und sie hat eine Waffe: Wenn man sie nicht sieht, hört man sie.

Monique Hermes im Rathausbüro mit griffbereiten aktuellen Akten auf dem Schreibtisch

Monique Hermes in ihrem Büro im Rathaus: Aktuelle Akten hat sie immer griffbereit Foto: Editpress/Julien Garroy

Auf ihre „Waffe“ angesprochen lacht sie hinter ihrem Schreibtisch im Bürgermeisterbüro des Rathauses. Wenn sie spricht, hört man zu. Sie hat die deutliche Aussprache eines geübten Schauspielers in einem angenehm dunklen Timbre und verbreitet natürliche Autorität. Sie ist faktisch und konstruktiv orientiert, oft schlagfertig und witzig.

Eigene Kinder hat sie keine, so stehen lassen will sie es aber nicht. „Ich hatte 786“, sagt sie ins erstaunte Gesicht des Gegenübers. Knapp vier Jahrzehnte ist sie Lehrerin an der Grundschule der Gemeinde, bevor ihre politische Karriere beginnt. Zum Schluss begleitet sie Umbau und Erweiterung des über hundert Jahre alten Gebäudes, das sich medial als „Schulpalast“ einen Namen gemacht hat.

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