Fünfbrunnen
Von der Erinnerung zum Aufbau – Luxemburgs Gedenken an die Opfer der Shoah unter neuen Voraussetzungen
Seit genau 53 Jahren gedenkt Luxemburg am ersten Wochenende im Juli in Fünfbrunnen (Gemeinde Wintger) der Opfer der Shoah, erinnert an mehr als 300 Männer und Frauen, die von 1941 bis 1943 zeitweilig im Kloster lebten und von hier aus deportiert wurden. Dieses Jahr allerdings unter neuen Voraussetzungen.
Das Wercollier-Monument in Fünfbrunnen Foto: Ben Pfeiffer
Der Weg über die „Nordstrooss“ und dann über kleine, verschlungene Straßen bis hin zur „Pafemillen“ mag an einem sonnigen Sonntagmorgen idyllisch erscheinen. Vor allem, wenn die Gedenkfeiern gekoppelt sind an eine ausgedehnte Wandertour durch die Wälder rund um das Kloster. Wie aber mag den Männern und Frauen zumute gewesen sein, die ab 1941 aus ihren Häusern in der Hauptstadt oder anderen Ortschaften gerissen und ins ehemalige Kloster Fünfbrunnen verpflanzt wurden?