Alain spannt den Bogen

Von Suchen und Finden

Es war ein vom Konzert her absolut stimmiges Programm, was das Takacz-Quartett am vergangenen Montag im großen Saal der Philharmonie vorstellte. Die beiden Eckwerke, nämlich das kurze Streichquartett Nr. 35 von Josef Haydn und das 3. Streichquartett von Johannes Brahms, umrahmten das als zentrales Werk erscheinende Quartett „Ainsi la nuit“ von Henri Dutilleux, auf das sich die übrige Musik zu- und fortzubewegen schien.

Das Takacz-Quartett in der Philharmonie

Das Takacz-Quartett in der Philharmonie Foto: Eric Devillet

Bereits der langsame Kopfsatz des Haydn-Quartetts, ein Andante ed innocentemente, deutete mit seinen schwebenden Klängen auf Dutilleux’ Nachtbilder an. Und auch das Brahms-Werk endete nicht wie üblich mit einem Presto, sondern mit einem eher bedächtigen Poco allegretto con variazione. Damit spannten sich ein konsequenter Ausdrucksbogen und ein sehr natürlicher Atem über das ganze Konzert, das von seiner großen musikalischen Einheitlichkeit lebte.

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