Luxemburgensia
Von Silberfischen, Terroristen und anderen Schädlingen
Drei preisgekrönte Luxemburger Autoren stellen drei Erzählungen und Romane vor, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Weltgeschichte und politischen Gesellschaftsformen auseinandersetzen. Dabei bleibt die Literatur bisweilen auf der Strecke.
Guy Helminger Henning Kaiser/dpa
Bevor der 68-jährige Konrad Schnittweg spurlos verschwindet, geht ein Brief in seinem Namen an die Presse – ein kurzes Pamphlet, in dem die Regierungen als bloße „Handlanger der Wirtschaftslobby“ und die EU als Inkubator eines „entfesselten Markts, der die Bürger Europas in Fesseln legt“ beschrieben wird. Am Ende des Textes wird ein kommendes Attentat angedeutet – weswegen die Polizei gegen den Psychotherapeut Schnittweg ermittelt.