Theater

Von Erinnerungen an Heiner Müller zu Gedanken an den eigenen Vater

Die Annäherung des französischen Schauspielers und Regisseurs Bernard Bloch an den großen Theatermacher Heiner Müller ist zugleich auch eine Auseinandersetzung mit seinem eigenen Vater. „Die Väter haben immer Recht“ respektive „Les pères ont toujours raison“ besticht nicht zuletzt durch die Idee, aus ein und derselben Inszenierung mit zwei verschiedenen Schauspielern und in zwei verschiedenen Sprachen nahezu zwei unterschiedliche Stücke werden zu lassen.

Bernard Bloch, im Hintergrund Heiner Müller

Bernard Bloch, im Hintergrund Heiner Müller Foto: Bohumil Kostorhyz

„Vous connaissez Heiner Müller? Oui? Non? Un peu? Beaucoup? Pas du tout?“, fragt Bernard Bloch. Er hat das Publikum im Foyer des „Théâtre national du Luxembourg“ (TNL) empfangen und bittet es in den Theatersaal. Auf der Bühne führt ein roter Teppich eine Treppe hinauf zu einem Getränkeautomaten. Ich muss unweigerlich an „Die Kinder von Marx und Coca-Cola“ denken, den deutschen Titel von Jean-Luc Godards „Masculin – Féminin“. In dem Film arbeitet der Protagonist für ein Marktforschungsinstitut, obwohl er dem Kapitalismus gegenübersteht.

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