Toni Ceccacci
Vom kleinen Café zur Institution: „Chez Toni“-Gründer ist gestorben
Der Gründer des traditionsreichen Restaurants „Chez Toni“ in Schifflingen ist am Donnerstag im Alter von 89 Jahren gestorben. Gemeinsam mit seiner Frau Christina hatte er das Lokal 1972 eröffnet und über Jahrzehnte zu einer festen Adresse der luxemburgischen Gastronomie gemacht.
Toni Ceccacci machte aus einem kleinen Café in Schifflingen eines der bekanntesten italienischen Restaurants des Minetts Fotos: Chez Toni/privat
Toni (Antonio) Ceccacci ist tot. Der Mitgründer des bekannten Restaurants „Chez Toni“ in Schifflingen starb am Donnerstag, dem 8. Oktober, im Alter von 89 Jahren. Der gebürtige Italiener hatte gemeinsam mit seiner Frau Christina ein kleines Café in der rue des Artisans übernommen und daraus eine Erfolgsgeschichte gemacht, die inzwischen drei Generationen umfasst.
Von Ceprano nach Schifflingen
Die Geschichte der Familie Ceccacci beginnt im italienischen Ceprano, rund 100 Kilometer südlich von Rom. 1958 verließen Toni und Christina ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit. Zunächst führte sie ihr Weg nach Villerupt in Frankreich, später nach Schifflingen. Dort kauften sie 1972 ein Wohnhaus, in dem sich das „Café de la Poste“ befand. Mit rund 20 Plätzen begann die Geschichte des späteren „Chez Toni“.
Anfangs standen vor allem hausgemachte Pasta nach Familienrezepten, Spaghetti und Cannelloni auf der Speisekarte. 1976 kamen Pizzen hinzu – damals noch eine Seltenheit in Luxemburg. „Noch um 1 Uhr nachts kamen Kunden, um eine Pizza zu bestellen“, erinnerte sich Toni Ceccacci 2022 in einem Gespräch mit dem Tageblatt an die Anfangsjahre.

Drei Generationen Famiglia Ceccacci: Christina, Toni, Luigi, Sylvie und Deborah (v.l.) Foto: Editpress-Archiv/Alain Rischard
Ein Familienbetrieb
Aus dem kleinen Café entwickelte sich über die Jahrzehnte ein Restaurant mit mehr als 200 Sitzplätzen. Sohn Luigi und dessen Frau Sylvie Valente übernahmen 1991 den Betrieb. Mit Enkelin Deborah ist seit 2022 auch die dritte Generation in der Geschäftsführung vertreten.
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens im September 2022 blickte die Familie im Gespräch mit dem Tageblatt auf ihre Geschichte zurück. Toni und Christina, die ihren Ruhestand größtenteils in Italien verbrachten, freuten sich damals darauf, bei der Jubiläumsfeier zahlreiche alte Bekannte wiederzusehen. (fey)