Hightech auf dem Rummelplatz

Vom Viehmarkt zum VR-Erlebnis: Wie Technik die „Schueberfouer“ verändert

Johann der Blinde gründete einen Handelsmarkt. Die Technik machte daraus den größten Jahrmarkt der Großregion. Historiker und Schaustellereiexperte Steve Kayser erklärt, wie der Fortschritt die „Fouer“ verändert hat und warum ihre Zukunft nicht allein im Digitalen liegt.

Die opulente Fassade von „Dr. Archibald – Master of Time“

Die opulente Fassade von „Dr. Archibald – Master of Time“ Foto: Steve Kayser

Am Freitag beginnt die „Schueberfouer“. Auf dem Glacis steht alles an seinem Platz. Letzte Handgriffe, Scheiben werden geputzt und Lichter geprüft. Zur Eröffnung soll alles glänzen, auch „Dr. Archibald – Master of Time“. Hinter der aufwendigen Fassade beginnt für die Besucher, begleitet von Licht, Musik und virtuellen Bildern, die Suche nach einem verschollenen Erfinder und seiner Zeitmaschine. Die Anlage verbindet Laufgeschäft und Themenfahrt. Schließlich nimmt der Besucher mit einer VR-Brille in einer Gondel Platz und reist durch eine Welt, die nur im Computer existiert.

„Dr. Archibald“ steht für eine Entwicklung, welche die Schueberfouer seit Jahrhunderten begleitet. Die Fouer, sagt Steve Kayser, entwickle sich technisch im Einklang mit der Gesellschaft. „Auf dem Glacis ist immer auch zu sehen gewesen, was eine Epoche konnte und womit sie ihr Publikum zum Staunen brachte.“

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