Götzingen

Verfolgungsjagd nach Einbrüchen: Jugendlicher muss ins Gefängnis in Schrassig

Nach einer Verfolgungsjagd im Westen Luxemburgs fasste die Polizei einen mutmaßlichen Einbrecher mit Diebesgut. Mangels freier Plätze in der Unisec ordnete die Justiz die Unterbringung des Jugendlichen im Gefängnis in Schrassig an.

Schon wieder muss ein Jugendlicher nach Schrassig

Schon wieder muss ein Jugendlicher nach Schrassig Foto: Editpress/Julien Garroy

Die Polizei hat am Donnerstag im Westen Luxemburgs nach einem mutmaßlichen Einbrecher gefahndet – erfolgreich. Wie die Justiz am Freitagmorgen mitteilte, nahmen die Beamten einen Minderjährigen fest. Er stehe im Verdacht, mehrere Einbrüche in Götzingen begangen zu haben.

Zwei Verdächtige neben einem Auto mit französischem Kennzeichen sorgten am späten Donnerstagnachmittag für Aufsehen in einer Wohngegend in Götzingen. Ein Zeuge verständigte die Polizei, die umgehend mehrere Streifen entsandte, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Als die ersten Beamten vor Ort eintrafen, flüchtete das Duo sofort zu Fuß.

Beute bei Festnahme sichergestellt

Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und stellten einen der beiden Flüchtigen nach etwa einem Kilometer. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Beamten Schmuck und Bargeld bei dem Jugendlichen.

Die Herkunft der Wertsachen klärte sich rasch: Unmittelbar neben dem Festnahmeort war kurz zuvor in ein Wohnhaus eingebrochen worden. Die Hauseigentümerin identifizierte die beim Verdächtigen sichergestellten Gegenstände als ihr Eigentum.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen stießen die Polizisten auf einen zweiten Einbruch im selben Viertel. Die Ermittler prüfen nun, ob der Festgenommene auch dafür verantwortlich ist. Das Fahrzeug mit französischen Kennzeichen beschlagnahmten die Behörden.

Unklare Identität

Die Feststellung der Identität gestaltete sich schwierig. Der Verdächtige gab zunächst an, zwölf Jahre alt zu sein, nannte später andere Personalien und ein Geburtsdatum, das einem Alter von 15 Jahren entsprach. Medizinische Untersuchungen ergaben schließlich ein geschätztes Alter von rund 17 Jahren.

Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin eine freiheitsentziehende Maßnahme an. Weil in der „Unité de sécurité du Centre socio-éducatif de l’Etat“ (Unisec) kein Platz frei war, lieferten die Behörden den Jugendlichen in die Justizvollzugsanstalt Luxemburg ein.

Erst vergangene Woche wurde ein Jugendlicher im Gefängnis in Schrassig untergebracht. Die Unisec in Dreiborn kämpft ständig mit Überfüllung. Immer wieder werden Minderjährige, die Delikte begangen haben, deswegen im Gefängnis in Schrassig untergebracht – dabei ist die Anstalt eigentlich für Erwachsene vorgesehen. In der Unisec gibt es derzeit zwölf Plätze für Jugendliche. (dr)

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