ERPELDINGEN/SAUER

Unzufriedenheit beim Gemeindepersonal: Externe Prüfer sollen Klarheit schaffen

Der Unmut scheint groß. Das Gemeindepersonal in Erpeldingen/Sauer sei unzufrieden – sehr sogar, heißt es. Ein externes Audit soll die Angelegenheit klären. Eine Spurensuche.

Externe Prüfer führen Audit hinter Mauern durch, Gemeinderat genehmigt 100.000 Euro Budget für Prüfung

Was passiert hinter diesen Mauern? Externe Prüfer sollen es herausfinden. Der Gemeinderat stellt 100.000 Euro für ein Audit bereit. Foto: Roger Infalt

Am Montag tagte der Gemeinderat Erpeldingen/Sauer. Nebst vielen Routineangelegenheiten stimmte der Gemeinderat zum Schluss der Sitzung einstimmig noch einen Zusatzkredit über 100.000 Euro. Was hat es damit auf sich?

Die Angelegenheit, um die es hier geht, war bereits ein Thema in einer Arbeitssitzung, bevor sie nun in der erwähnten Gemeinderatssitzung zur Sprache kam. In Abwesenheit von Rat Ferigo, der sich für diese Sitzung entschuldigen ließ, gab Bürgermeister Claude Gleis zu verstehen, dass es allem Anschein nach eine gewisse Unzufriedenheit innerhalb des Gemeindepersonals gibt. Einzelheiten wurden in dieser öffentlichen Sitzung nicht bekannt. In den Kulissen war aber zu hören, dass das Vorgehen eines langjährigen Gemeindebeamten für ein schlechtes Klima sorgen soll.

Aufgrund der Beanstandungen, die in dieser Angelegenheit an den Schöffenrat herangetragen wurden, sei dieser aufgefordert, die genaue Sachlage zu untersuchen. Da sich dies aber von vornherein als sehr schwierig erweise, habe man sich zu einer externen Prüfung („audit externe“) entschlossen. Die Prüfer sollen herausfinden, wo genau die Probleme liegen, so Bürgermeister Claude Gleis. Anhand der Resultate dieser Untersuchung werde der Schöffenrat anschließend seine Entscheidung treffen. Diese Vorgehensweise sei lediglich erlaubt, wenn eine Dringlichkeit vorliege, so Claude Gleis weiter. Die sei in diesem Fall mit Sicherheit vorhanden.

Dieser Vorschlag erhielt die Zustimmung sämtlicher Ratsmitglieder. „Weil wir nicht genau wissen, wie hoch sich die Kosten für diese externe Prüfung später belaufen, schlägt der Schöffenrat einen Zusatzkredit über 100.000 Euro vor“, so der Bürgermeister abschließend. Auch dieser Vorschlag wurde ohne Gegenstimme verabschiedet.

1 Kommentare
Guy Mathey 26.02.202616:04 Uhr

CNA, Uni.lu, manche Gemeinden, wie aktuell etwa Erpeldingen/Sauer und viele andere Betriebe, Organisationen und Verwaltungen, darunter auch ganz grosse Luxemburger Arbeitgeber, überall ist Mobbing omnipräsent, wird gelegentlich thematisiert um dann ganz schnell wieder in der Versenkung zu verschwinden. Das skandalöse dabei: Die Opfer werden fast immer alleine gelassen und ihnen bleibt meistens nichts anderes als ein Jobwechsel übrig. Ein Umgang mit den Opfern wie mit denen sexualisierter Gewalt, ganz ohne Folgen für die Täter.
Dabei ist längst bekannt, dass ein toxisches Umfeld Leben zerstört, ja nicht selten im Suizid endet.
Diese Thematiken, müssen endlich von der Politik zur Chefsache erklärt werden und zeitnah wirksame Gegenmassnahmen eingeleitet werden. Kleckern hilft nicht, klotzen ist angesagt.

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