Kinofilm

Und ihre Leuchte ist das Lamm: „Lamb“ von Valdimar Jóhannsson

In „Lamb“ lässt Regisseur Valdimar Jóhannsson Horror-, Mystery und Drama-Elemente miteinander verschmelzen. Das Ergebnis erweist sich nicht als nur eine ausgewogene Mischung seiner verschiedenen Genre-Anteile, sondern als eine ganz eigene Komposition, an der Film-Aficionados ihre Freude haben dürften.

Mit ihrem Partner Ingvar züchtet María Schafe und betreibt einen Bauernhof – das Paar führt ein zurückgezogenes Leben, dessen Verlauf sich mit dem Auftauchen Adas schlagartig ändert

Mit ihrem Partner Ingvar züchtet María Schafe und betreibt einen Bauernhof – das Paar führt ein zurückgezogenes Leben, dessen Verlauf sich mit dem Auftauchen Adas schlagartig ändert Foto: Koch Films/dpa

Grauer Himmel, pfeifender Wind, eine verschneite Bergkulisse und dichter Nebel, der Hof und Herde immer wieder wie hinter einer Wand aus Milchglas verschwinden lässt: Das atmosphärische Setting von „Lamb“ im Hochland von Island lässt den Zuschauer wohlig frösteln. In dieser kargen wie hinreißenden Natur, irgendwo im Nirgendwo, lebt das Paar María (Noomi Rapace) und Ingvar (Hilmir Snaer Gudnason). Sie führen als Landwirte ein einfaches wie hartes Leben: Sie bestellen die Felder, warten die Maschinen, fischen im nahegelegenen See, trinken in ihren Pausen Kaffee aus braunen Keramiktassen und blicken verträumt in die Ferne, eingehüllt in Wollpullovern, an deren geplatzten Nähten man ihr Alter und ihre Abgenutztheit ablesen kann.

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