Wechselhaftes Wochenende steht bevor

Unbeständiges Februarwetter in Luxemburg – erst Regen, dann Schnee?

Nach einer insgesamt sehr nassen und windigen Woche liegt der Schwerpunkt der Niederschläge zwar bereits hinter uns, ganz trocken verläuft das Wochenende jedoch nicht. Zudem steht ein markanter Temperaturrückgang an, besonders am Sonntag könnte es für Winterfreunde wieder interessant werden.

Himmel am Donnerstagnachmittag mit vereinzelten Sonnenstrahlen und aufreißenden Wolken

Am Donnerstagnachmittag riss der Himmel auch mal auf und bescherte örtlich ein paar Sonnenstrahlen Foto: Editpress/Guido Romaschewsky

Derzeit bestimmen mehrere Tiefdruckgebiete das Wettergeschehen in Europa. Ein Kern verlagert sich von Westeuropa in Richtung Ostsee, während ein weiteres Tief südlich von Irland mit einem System über Spanien verschmilzt und anschließend ins Mittelmeer abzieht.

Am Wochenende macht sich zwischenzeitlich ein Zwischenhoch bemerkbar. Diese kurze Phase sorgt vor allem zwischen Samstagabend und Sonntagvormittag für etwas ruhigere Verhältnisse, bevor von Westen her erneut ein atlantisches Tiefdrucksystem nachrückt.

Erst wechselhaft, dann Schneefall möglich

Der Freitag bleibt überwiegend wolkenreich. Zwar sind zeitweise Auflockerungen möglich, insgesamt dominiert aber ein unbeständiger Eindruck. Vereinzelte Schauer sind weiterhin nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Samstag kann ein schwacher Ausläufer aus Frankreich etwas Regen bringen, lokal sind in den Frühstunden sogar einzelne Schneeflocken möglich.

Am Samstag selbst setzt sich das Zwischenhoch zunehmend durch. Spätestens ab dem frühen Nachmittag sollte es verbreitet trocken bleiben, und von Westen her lockert es auf. Am Abend sind sogar klarere Abschnitte denkbar.

Spannend wird es dann am späteren Sonntagnachmittag: Von Westen nähert sich eine sogenannte „Mischfront“. Viele Modelle berechnen kräftige Schneefälle, einzelne Simulationen schließen lokal auch gefrierenden Regen nicht aus. Es könnte also zeitweise zu einer wahrhaften Mischung winterlicher Niederschläge kommen. Bis Montagmorgen sollte die Front durchgezogen sein, dahinter bleibt es jedoch schaueranfällig.

Temperatursturz und hohe Niederschlagsmengen

Parallel dazu gehen die Temperaturen spürbar zurück. Wurden zuletzt am Freitag noch Höchstwerte von 6 bis 10 Grad erreicht, liegen die Maxima am Samstag nur noch zwischen –2 und +2 Grad. Auch am Sonntag ändert sich daran wenig.

Besonders in den Nächten ist der Rückgang markanter: In der Nacht zum Sonntag sowie am Sonntagmorgen sind Tiefstwerte zwischen –7 und –3 Grad möglich. Erst in der Nacht zum Montag steigen die Temperaturen wieder etwas an und bewegen sich um den Gefrierpunkt.

Ein nachhaltiger Wetterumschwung ist auch in der Mittelfrist nicht in Sicht. Nach Berechnungen des amerikanischen GFS-Modells käme frühestens ab dem 24. Februar ein größeres Zwischenhoch infrage. Bis dahin ziehen immer wieder Tiefdruckgebiete mit ihren Fronten durch. Je nach Lage, ob auf der kalten Rückseite oder im milderen Warmsektor, fallen die Niederschläge als Regen oder Schnee.

Auch stürmische Phasen sind grundsätzlich möglich, etwa um den 19. oder 20. Februar. Das europäische Modell zeigt ein ähnliches Bild, deutet jedoch bereits ab dem 21. Februar eine Stabilisierung der Großwetterlage an.

Die Niederschlagssummen bleiben beachtlich: Bis zum 23. Februar werden nach dem amerikanischen Wettermodell GFS 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter erwartet, das europäische Modell berechnet 45 bis 60 Liter. Damit setzt sich die insgesamt sehr nasse Witterung voraussichtlich auch in der zweiten Monatshälfte fort. Wir erinnern uns: Der Januar 2026 kam mit einem merklichen Niederschlagsdefizit daher, nun werden die fehlenden Liter scheinbar nachgeholt.

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