Luxemburg-Stadt
Um ein Zeichen zu setzen: Rat Gabriel Boisanté äußert sich am Knuedler auf Französisch
Die Sitzungen des Gemeinderats in Luxemburg-Stadt finden zum Großteil auf Luxemburgisch statt und werden – mit Ausnahme von Gebärdensprache – nicht in andere Sprachen übersetzt. Ein Umstand, den die meisten Oppositionsparteien kritisieren und gegen den ein Ratsmitglied am Freitag ein Zeichen setzte.
In zwei Anträgen an den blau-schwarzen Schöffenrat verlangte die Opposition, dass die Ratssitzungen in andere Sprachen übersetzt werden Foto: Editpress/Julien Garroy
Es sollte in der Sitzung des hauptstädtischen Gemeinderats am Freitag vor allem um den Haushaltsplan gehen, doch plötzlich war noch etwas anderes Thema: nämlich die Übersetzung der Ratssitzungen. Bereits vor einem Jahr forderten „déi gréng“ in einer Anfrage an den Schöffenrat unter anderem, dass diese simultan auf Französisch und Englisch übersetzt werden sollen. Aktuell wird das Luxemburgische zwar wohl in deutsche Gebärdensprache gedolmetscht, allerdings nicht in andere Sprachen. Eine Tatsache, die die Partei im Sinne der Transparenz und Zugänglichkeit kritisiert – da in der Hauptstadt Menschen von mehr als 150 verschiedenen Nationalitäten zusammenleben und die Mehrheit nicht die luxemburgische Nationalität besitzt.