Geschichte

Über die Beteiligung von Luxemburgern am Massaker von Józefów

Am 13. Juli 1942 ermordete das Hamburger Reserve-Polizeibataillon 101 in der polnischen Kleinstadt Józefów Biłgorajski (nachf. Józefów) 1.500 jüdische Frauen, Kinder, Männer und Greise. 14 Luxemburger1 gehörten zur Gruppe der aktiven Polizisten der 1. Kompanie des Bataillons. Am Tag des Massakers musste die 1. Kompanie die Schießkommandos stellen. Wie sind die Luxemburger nach Józefów gekommen?

10 von 14 Luxemburgern, die als aktive Polizisten dem Reserve-Polizeibataillon 101 (RPB 101) angehörten und im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ am Judenmord im besetzten Polen eingesetzt waren. Die Bilder stammen aus den Personalakten der Hamburger Polizei. Drei Akten fehlen, in einer Akte ist kein Bild.

10 von 14 Luxemburgern, die als aktive Polizisten dem Reserve-Polizeibataillon 101 (RPB 101) angehörten und im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ am Judenmord im besetzten Polen eingesetzt waren. Die Bilder stammen aus den Personalakten der Hamburger Polizei. Drei Akten fehlen, in einer Akte ist kein Bild. Foto: Staatsarchiv Hamburg (StAHH): 331-8_792-802; Collage: Fabi Schmit

Als die Deutschen am 10. Mai 1940 in Luxemburg einmarschierten, besaß das neutrale Land keine reguläre Armee, die es hätte verteidigen können. Die bewaffnete Macht („Force armée“) Luxemburgs bestand seit 1881 aus einer Gendarmerie-Kompanie und einer Freiwilligen-Kompanie (FK)2. Letztere war mit Militärdiensten betraut und in der hauptstädtischen Heilig-Geist-Kaserne stationiert.

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