20 Jahre Mudam

Trixi Weis mit Kastenhut, Marie Jung fast nackt: Das Mudam eckt auch nach 20 Jahren noch an

Mit einem Festakt begeht Luxemburgs Museum für zeitgenössische Kunst sein 20-jähriges Bestehen. Zwischen Reden, Performances und programmatischen Bekenntnissen wird deutlich: Das Mudam versteht sich längst nicht mehr nur als Ausstellungsort, sondern als gesellschaftlicher Akteur – ein Anspruch, der ebenso ambitioniert wie herausfordernd ist.

Das Mudam wartete zum 20. Jubiläum mit Performances auf, darunter die der Luxemburger Künstlerin Trixi Weis

Das Mudam wartete zum 20. Jubiläum mit Performances auf, darunter jener der Luxemburger Künstlerin Trixi Weis Foto: Marion Dessard, Copyright: Mudam Luxembourg

Noch bevor die ersten Reden beginnen, setzt das Mudam ein Zeichen. Oder zumindest einen Dresscode. „Weiß mit einem Hauch Rot“, heißt es auf der Einladung. Rund 400 Gäste folgen der Vorgabe beinahe geschlossen. Zwischen den beige-grauen Steinwänden, weißen Stuhlreihen und der hellen Architektur von Ieoh Ming Pei entsteht ein fast monochromes Bild – elegant auf den ersten Blick, zugleich aber auch überraschend steril. Für einen Moment wirkt die Szenerie beinahe kultisch, als hätte sich eine Gemeinschaft zu einem gemeinsamen Ritual versammelt.

Zum Dresscode

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