Alain spannt den Bogen
„Tristan und Isolde“: Ersatz-Inszenierung in Bayreuth ist ein großer Erfolg
Manchmal entstehen die besten Inszenierungen unter Druck. Wie das im Falle der Neuinszenierung von „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Festspielen der Fall ist. Erst im Dezember 2021 hatte man sich auf dem Grünen Hügel entschlossen, trotz des neuen Ring des Nibelungen von Valentin Schwarz, der immerhin bereits seit zwei Jahren Corona-bedingt auf seinen Start wartete, eine zusätzliche Neuinszenierung in Auftrag zu geben.
Regisseur Roland Schwab gelingt auf Anhieb eine konsequente und in allen Punkten überzeugende Inszenierung Foto: Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath
Diese sollte eigentlich als Ersatz für die großen Choropern wie Lohengrin und Tannhäuser dienen, müssten diese wegen Corona aus dem Programm genommen werden. Zwei Vorstellungen waren dieses Jahr angesagt, zwei weitere soll es im kommenden Jahr geben. Regisseur Roland Schwab gelingt auf Anhieb eine konsequente und in allen Punkten überzeugende Inszenierung. Schwab arbeitet geradlinig und kommt ohne viel Schnickschnack aus.