„Corona-Hotspot“ Schifflingen 

Transparenz gegen Spekulation: Bürgermeister Weimerskirch regt Publikation von Coronazahlen pro Gemeinde an

Der Schifflinger Gemeinderat vom vergangenen Freitag stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Noch während der Sitzung wartete Bürgermeister Paul Weimerskirch (CSV) auf eine Rückmeldung der Gesundheitsinspektion über die Coronatests aus der Albert-Wingert-Schule. Die kam unmittelbar nach der Sitzung und war schlecht. So schlecht, dass alle Schüler in kürzester Zeit unter Quarantäne gestellt wurden. Im Gespräch mit dem Tageblatt kommt Weimerskirch auf die turbulente Zeit zurück und fordert eine größere Transparenz im Umgang mit den Infektionszahlen.    

Hat momentan einen schweren Stand: Schifflingens Bürgermeister Paul Weimerskirch

Hat momentan einen schweren Stand: Schifflingens Bürgermeister Paul Weimerskirch Foto: Editpress/Julien Garroy

In Anbetracht der Schlagzeilen der letzten Woche könnte man meinen, Schifflingen wäre momentan Luxemburgs Corona-Hotspot schlechthin. Nachdem es in der zweiten Januarwoche zu einem größeren Ausbruch im Alters- und Pflegeheim „Am Schmëttbësch“ gekommen war, standen zuletzt die Schulen im Mittelpunkt. Erst die Lydie-Schmit-, dann die Albert-Wingert-Schule. Dort musste zunächst der Cycle 2, dann die gesamte Schule unter Quarantäne gestellt werden. Mit Spannung und auch etwas Sorge wird nun auf die Ergebnisse der Sequenzierung der positiven Proben gewartet. Die soll Aufschluss darüber geben, ob eine Virus-Mutation Ursache für die schnelle Verbreitung an der Albert-Wingert-Schule war. Schließlich war der Inzidenzwert in Schifflingen drei- bis viermal so hoch wie im Landesdurchschnitt.

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