Gastbeitrag

Toxische Maskulinität: Was ist das? Und was hilft dagegen?

Das Leben und Erleben von Männlichkeit steht immer im Zusammenhang zum Zeitgeist. War es vor Jahren noch „normal“, einer fremden Frau hinterherzupfeifen, so sind diese Männer mittlerweile zur Ausnahme geworden. Was es bedeutet, „ein Mann“ zu sein, wird von Filmen, Werbungen, Bildern und Kultur geprägt und hat dabei Einfluss auf eine oder mehrere Generationen. Dabei wird oft ein eindimensionales, verkorkstes Bild von Männern propagiert, das es zu entgiften gilt.

Manche behaupten, dass ein „richtiger Mann“ Fleisch braucht, um zu überleben

Manche behaupten, dass ein „richtiger Mann“ Fleisch braucht, um zu überleben Foto: AFP/Wang Zhao

Die Soziologie beschreibt „toxische (giftige) Männlichkeit“ als eindimensionales Bild von Männlichkeit: Oberhaupt, Ernährer, Jäger. Rational, stark, ohne Angst. Alpha-Tier und sexuell allzeit bereit. Demnach bezeichnet der Begriff ein Selbstbild und das daraus resultierende Verhalten, das auf einem traditionellen, stereotypen und patriarchalen Männerbild basiert. Dabei bedeutet die Bezeichnung „toxisch“ nicht, dass alle Männer generell und immer toxisch sind. Vielmehr beruht es auf übersteigerten und für die ganze Gesellschaft schädlichen Verhaltensweisen und Einstellungen. Bereits in jungen Jahren, und teilweise unbewusst, lernen Jungen, dass sie Gefühle unterdrücken sollten und nur Wut und Aggression zeigen dürfen. Zusammengefasst beschreibt toxische Maskulinität Verhaltensmuster, die als männlich behauptet werden und von Männern bewusst und unbewusst reproduziert werden. Dieses Geschlechterbild hat aber zwangsläufig Konsequenzen.

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