Booker Prize
„There is so much to misinterpret“: Avni Doshis Romandebüt „Burnt Sugar“
Während Booker-Prize-Gewinner Douglas Stuart eine von der Alkoholsucht der Mutter geprägte Mutter-Sohn-Beziehung darstellte, erzählt „Burnt Sugar“ von einer toxischen Mutter-Tochter-Beziehung, die sich durch die Demenz der Mutter verschlimmert. Avni Doshis Debüt ist ein unbequemer Roman, der von der lakonischen, scharfsinnigen und undurchsichtigen Erzählerfigur getragen wird.
Schriftstellerin Avni Doshis Debüt ist unbequem und verstörend (C) Sharon Haridas
Die diesjährige Shortlist des Booker Prize bewirbt alles andere als Wohlfühl-Literatur: Alkoholsucht, Postapokalypse, Rassismus, Depression und Demenz sind nur einige der zentralen Themen, die in den sechs auserkorenen Werken verhandelt werden. Aber selbst inmitten einer Shortlist, in der ein Roman mit einer Totgeburt beginnt („The New Wilderness“ von Diane Cook), kann man Avni Doshis Debüt als eines der verstörenderen Werke gelten lassen.